Ein Ruck geht durch den Waggon,man hört das ohrenbetäubende Kreischen der Bremsen, alles geht so schnell. Ein Junge fliegt durch den Gang an mir vorbei, mechanisch strecke ich meine Hand nach ihm aus, versuche ihn zu fassen. Er fällt hart. Mein Kopf knallt gegen die kalte Metallstange.Der Mann neben mir schreit auf.Das Bild vor meinen Augen verschwimmt, kann nicht erkennen was passiert.Plötzlich diese Stille. Die Bahn steht. Schock in jedem einzelnen Gesicht zu lesen. Ich schau mich um, da sehe ich Blut. Der Junge, den ich versucht habe festzuhalten, er blutet am Kopf.
Ängstliche Blicke, verzweifelte Blicke, hilfesuchende Blicke. Immernoch diese Ruhe. Plötzlich öffnet sich die Tür, der Bahnfahrer. "Gibt es Verletzte?" Jemand deutet auf den Jungen.Ein Krankenwagen sei unterwegs, sagt der Fahrer. Langsam stehe ich auf, bücke mich zu dem Jungen. Sehe ihn an, rede leise mit ihm. 11 Jahre ist er, höchstens 12. Ich drücke seinen Schal auf die Kopfwunde, es soll endlich aufhören zu bluten. Die erlösende Sirene ertönt. Gedanken verwischen. Alle aussteigen, schnell, auf dem Rasenstreifen bleiben, nicht auf die Straße laufen. Blut rauscht in meinen Ohren, meine Knie werden weich, der Rasen kommt näher. Ich will liegen, bitte, nur noch liegen.
4 Kommentare:
das ist so gut geschrieben, aber hört sich gar nicht gut an, was ist passiert?
oweh, das kann ich mir vorstellen & wie geht's dir jetzt so? ist denn jemandem was schlimmes passiert?
zurzeit geht's mir ganz gut ;)
naja, gut das sonst nichts passiert ist.
das wird schon wieder, ich kenn ihn nicht & hab ihn noch nie gesehen, aber ich drück ihm mit die daumen.
dein Blog gefällt mir richtig gut (:
ich denke ich werde dir mal folgen (:
schau dir doch auch mal meinen Blog an würde mich freuen (:
Liebe Grüße (:
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