Die Musik voll aufgedreht liege ich in meinem Zimmer auf dem Bett. Mein Körper nimmt die Klänge auf, meine Finger trommeln den Rhythmus auf der Bettdecke mit. Plötzlich kommt das Lied. Dieses eine. Unser Lied, wenn man es so sagen will. Du hast es mir immer und immer wieder auf deinem Klavier vorgespielt und es nur für mich gelernt. Ich halte inne und lausche den sanften Tönen. Und dann, ganz plötzlich, kommt alles wieder hoch. Ich kann sie nicht mehr zurückhalten, die Tränen, sie strömen über meine Wangen und machen das ganze Kissen nass. Ich denke an all die schönen Dinge, die ich mit dir erlebt habe. Wir haben zusammen gelacht und geweint, gelitten und uns über die kleinsten Dinge des Lebens gefreut. Du warst meine beste Freundin. Was ist nur aus all dem geworden? Du siehst mich nicht einmal mehr an, wenn wir uns begegnen, Hallo sagen schon mal gar nicht. Einfach, weil „du dich halt jetzt so, wie du bist, wohlfühlst. Mit deinen Freunden“. Hast du dabei mal an mich gedacht? Wie weh mir das tut? Wie sehr ich dich vermisse? Tagsüber, da kann ich das gut verstecken. Aber wenn ich abends in meinem Bett liege, weine ich mich in den Schlaf.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen