„Kannst du überhaupt Waveboard fahren?“ fragst du und musterst mich einmal von oben bis unten.
„Ehm nein eigentlich nicht“ druckse ich leise und sehe dich dann an. Du grinst breit und schiebst mir dann das Board vor die Füße. „Na dann bringe ich es dir bei. Stell den linken Fuß vorne drauf und gib mit dem rechten Anschwung. So, und dann stößt du dich einfach ab und stellst den andern Fuß drauf. Ist ganz leicht“ sagst du auffordernd. „Ehm, hältst du mich vielleicht fest?“ frage ich bittend und lächel dich an. Du greifst nach meinen Händen und wartest, dass ich anfange. Ich spüre deine warmen Finger um meine und muss instinktiv lächeln. Ich sehe, dass du mein Lächeln erwiderst und fühle mich etwas mutiger. Eigentlich hasse ich ja solche Dinge wie Skateboard und Waveboard fahren. Ich atme noch einmal tief ein und stoße mich dann ab. Wackelig stehe ich auf diesem Ding und kralle mich an dir fest. „Sehr gut, und jetzt wackel mit den Füßen“ höre ich dich sagen und versuche, genau das zu tun. Irgendwie klappt das nicht so ganz und du ziehst mich leicht durch die schwach beleuchtete Tiefgarage. Ich merke, wie ich nach hinten kippe, doch du ziehst mich zu dir zurück und grinst. „Na, bleib mal schön bei mir“ meinst du leise und ziehst mich um die Kurve, sodass ich in die andere Richtung weiterfahren kann. Plötzlich wackele ich total und kippe nach hinten, du hältst mich fest, sodass ich mit meinen Beinen zwischen deinen hindurch rutsche. Fast liege ich auf dem Boden, da ziehst du mich wieder zu dir hoch. Mir ist das ganz schön peinlich, ich glaube, dass man mir das auch ansieht, doch du gehst gar nicht darauf ein und lachst nur leise. „Das wird schon noch“ sagst du aufmunternd und hältst meine Hände immer noch, obwohl ich schon nicht mehr auf dem Board stehe. Ich nicke nur und erwidere deinen Blick, als plötzlich Schritte auf der Auffahrt zu hören sind. Ich lasse deine Hände los und schaue in die Richtung. Meine Mutter steht dort und sieht mich an. „So, du kommst jetzt erst mal hoch in die Wohnung“ sagt sie und dreht sich wieder zum gehen um. Super, perfektes Timing, Mama!, denke ich nur und schaue dich entschuldigend an. „Schon okay“ flüstert du und ich schüttel den Kopf. „Sorry, echt. Bis morgen?!“ frage ich und sehe dann dein Nicken. „Auf jeden Fall bis Morgen“ lächelst du. Ich laufe die Auffahrt hinauf und winke dir noch einmal zu. „Bis Morgen“ flüsterte ich glücklich.
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