Ich laufe den dunklen Waldweg entlang, meine Schuhe sind mittlerweile schon schlammverkrustet und ich sehe kaum noch was.Ich stolpere über irgendetwas was ich nicht sehen kann und fluche leise.
Plötzlich lässt mich ein Geräusch innehalten. Ich bleibe stehen, blicke mich um und lausche. Nichts zu sehen, alles ist wieder still. Ich will grade weitergehen, als ich erneut etwas knacken und rascheln höre, diesmal rechts von mir. Ich zucke zusammen und versuche mich zu beruhigen, wird wohl nur ein Tier gewesen sein. Ich laufe weiter, angespannt und wachsam. Da war es wieder, das Geräusch! Ich laufe schneller, blicke mich hektisch um. Ich zwinge mich, wieder langsamer zu gehen, falls jemand da sein sollte, soll er nicht sehen,dass ich Angst habe.
Wieder drehe ich mich um und nehme einen Schatten wahr, direkt hinter mir.
Ich schreie auf und fange an zu rennen, so schnell ich kann. Meine Nackenhaare stellen sich auf und Panik macht sich in mir breit.
Ich laufe und laufe, ohne mich umzublicken bis ich endlich das Ende des Waldes und somit eine Wohnsiedlung erreiche. Ich renne die letzten Meter auf das Haus einer Freundin zu, schon völlig entkräftet. Ich drücke meinen zitternden Finger auf den Klingelknopf und warte, mein Blick zuckt von rechts nach links. Endlich öffnet sich die Tür, ihre Mutter sieht mich an und zieht mich wortlos in's Haus, ohne irgendwelche Fragen zu stellen.
Ich bin ihr so dankbar dafür. Irgendwann liege ich mit einer Decke auf dem Sofa, die Mutter meiner Freundin hält solange meine Hand, bis ich erschöpft in einen unruhigen Schlaf falle.

3 Kommentare:
Dein Blog ist echt mega toll!
Bisschen so wie meiner.. von den Texten her :)
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Du schreibst wirklich superschöne Texte!
Und die meisten sind auch ziemlich berührend ...
du wurdest von mir getaggt. hoffe es macht dir nichts aus?! ;)
dein blog ist echt schön.
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