Meine Finger fahren durch das warme Fell, mein Gesicht liegt an seinem Hals. Während Neron leise schnaubt, schließe ich die Augen für einen Moment.
Mein Rücken ist seinem Kopf zugewandt, ich stehe halb neben, halb unter seinem Hals.
Ich kann kaum genug davon bekommen immer und immer wieder mit meiner Hand über sein dunkelbraunes Fell zu fahren.
Eine Strähne seiner pechschwarzen Mähne fällt mir ins Gesicht und ich muss lächeln.
Die Pferde machen mich so unheimlich glücklich. Ich fühle mich frei, wenn ich bei ihnen bin.
Bei ihnen kann ich ich sein, sie nehmen mich so, wie ich bin. Das ist es doch, was ich mir wünsche. Oder?
Ich höre seinen Atem und spüre, wie sein Herz unter meiner Hand schlägt. Kräftig, regelmäßig.
Plötzlich spüre ich, wie sein Kopf auf meiner Schulter immer schwerer wird. Ich drehe meinen Kopf und sehe, dass er seine Augen halb geschlossen hat.
Dann höre ich meinen Namen. Nein, bitte, nicht jetzt, ich will jetzt noch nicht gehen.
"Bis nachher, Großer" flüstere ich in Nerons Ohr, drehe mich um und laufe aus dem Stall.

3 Kommentare:
Superschöner Blog! tolles Bild! Lust auf gegenseitiges Folgen?
Wunderschön geschrieben!
neinnein, ist scheißi. ♥
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